Funktionierender Arbeitsmarkt braucht Befristungen

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Der Vorstoß von Bundesarbeitsminister Heil, befristete Arbeitsverhältnisse einzuschränken, kommt aus Sicht des VDMA zur Unzeit. „Gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Umbruchs braucht der Arbeitsmarkt mehr und nicht weniger Flexibilität“, gibt VDMA-Präsident Karl Haeusgen zu Bedenken.

„Überregulierungen des Arbeitsmarktes sind für viele Unternehmen ein Hindernis, um möglichst bald die Corona-Krise zu überwinden“, sagt VDMA-Präsident Karl Haeusgen. Er fordert deshalb die Bundesregierung auf, jede weitere Verschärfung des Arbeitsrechts zu unterlassen. Insbesondere sollten die Pläne des Bundesarbeitsministers zur weiteren Einschränkung befristeter Beschäftigungsverhältnisse ad acta gelegt werden.

Heils Vorstoß komme zur Unzeit, kritisiert der VDMA-Präsident. Denn statt weniger brauche der Arbeitsmarkt mehr Flexibilität, um Beschäftigung zu sichern und Neueinstellungen zu erleichtern. Haeusgen lehnt deshalb die geplanten Eingriffe bei der sachgrundlosen Befristung ab und schlägt stattdessen vor, das Vorbeschäftigungsverbot zu streichen. Ebenfalls spricht er sich dafür aus, die Höchstdauer für die sachgrundlose Befristung von zwei auf drei Jahre auszuweiten. „Eingriffe in das Arbeitsrecht, die zum Schutz der Beschäftigten gedacht sind, wenden sich in wirtschaftlich volatilen Zeiten gegen die Interessen der Beschäftigten. Sie tragen mit dazu bei, dass sich Arbeitslosigkeit verfestigt“, warnt der VDMA-Präsident. Befristete Beschäftigung würde es dagegen Arbeitssuchenden erleichtern, eine neue Anstellung zu finden. Sie wären daher ein wichtiger Beitrag zu einem funktionierenden Arbeitsmarkt.